Direkt zu:
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Rathaus
17.06.2019

Menschenbilder- und Skulpturenausstellung von Johannes Vornholt in der ehemaligen Synagoge in Borgholz vom 12. Juli bis 28. Juli 2019

Die lange und intensive Beziehung zur ehemaligen Synagoge in Borgholz veranlassten Johannes Vornholt, ein „Borgholzer Jung“ hier seine Menschenbilder- und Skulpturenausstellung zu zeigen. Der Familiensitz der Familie Vornholt wurde zeitlich wie die Synagoge saniert und ausgebaut. Für Johannes Vornholt ein Bedürfnis, nach zwei kleinen Ausstellungen im Familiensitz, jetzt seine Bildnisse und Skulpturen in der unmittelbaren Nachbarschaft des als Begegnungsstätte sanierten Baudenkmals vorzustellen. Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am Freitag, 12. Juli, 19.00 Uhr, und ist jeweils an den Samstagen und Sonntagen von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr bis zum 28. Juli geöffnet. An diesen Tagen ist Johannes Vornholt auch dort selbst vor Ort.

Der 70-jährige, der in diesem Jahr mit seinem Schwager seinen Geburtstag in seiner Heimatstadt feiern möchte, wurde als drittes von acht Kindern geboren. Sein Vater betrieb ein Malergeschäft und für ihn war klar, sein Sohn Johannes steigt in seine Fußstapfen. Während der Schulzeit wurden seine zeichnerischen Interessen nicht erkannt und auch nicht gefördert. Als „Anstreicher“ brauchte man so etwas nicht. Nach seiner dreijährigen Lehrzeit und einer zweijährigen Gesellenzeit verschlug es ihn nach Hannover. Der Anstoß zum „Aufbruch“ kam gegen Ende der Lehrzeit 1966 von seinem Berufsschullehrer, der ihm den Vorschlag unterbreitete, doch Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen, zumal es noch viel zu lernen und zu entdecken gäbe. 1968 begann Vornholt ein Studium an der Werkkunstschule in Hannover und besuchte hier Seminare „Freies Zeichnen und Aktzeichnen“ und machte 1972 den Abschluss als „Grad Baudesigner“. 1974 begann er mit dem Architekturstudium an der Technischen Universität Braunschweig und verdiente seinen Lebensunterhalt für seine Familie als Student in verschiedenen Architekturbüros. Auch während des Studiums besuchte Vornholt verschiedene Aktzeichen- und Modellierseminare. Sein Diplom als Architekt erhielt er 1981 an der TU Braunschweig. Zwei Jahre arbeitete er als angestellter Diplomingenieur im Architekturbüro Prof. Ostertag in Isernhagen, mit dem er dann von 1983 bis 2007 als selbstständiger Architekt das Büro in Isernhagen und Stuttgart weiterführte. 2007 machte er sich selbständig und führte bis 2015 ein eigenes Architekturbüro in Stuttgart. 2014 erfolgte der Umzug (mit einem eigens eingerichteten Atelier) nach Großburgwedel in der Nähe von Hannover. Nach ca. 25 Jahre intensiver Arbeit als selbstständiger Architekt und vorwiegend fremdbestimmtem Leben, kam bei Vornholt immer stärker der Gedanke auf, seine vor Jahrzehnten eingeschläferten „Leidenschaften“ wieder zu aktivieren. Neben 20 aus Ton modellierten Skulpturen werden auch ca. 25 Bilder – Bildnisse oder Gruppenbilder – in der ehemaligen Synagoge Borgholz ab dem 12. Juli ds. Jrs. zu sehen sein.

Für Bürgermeister Rauch ist Johannes Vornholt ein Superbeispiel für „Menschen aus dieser Region“, die immer noch eine Verbundenheit zur Region haben, obwohl sie ihren Weg – auch überaus erfolgreich - wo ganz anders gegangen sind. Diese Verbundenheit kann man immer noch spüren, weil die Wurzeln immer noch mit Borgholz, mit der Heimat verwoben sind.

Neben den Öffnungszeiten ist der Besuch der Ausstellung auch nach Terminabsprache bei:

Elvira Tewes, Telefon (0 56 43) 8 09 40, Franz-Josef Wegener, Telefon (0 56 45) 94 21, und bei Johannes Vornholt unter 01 51 / 19 31 14 15, möglich.