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Rathaus
15.09.2026

Als auf dem Desenberg noch ein Drache lebte

Große Augen, gespannte Gesichter und eine gehörige Portion Fantasie: Mehr als 80 Kinder, Eltern, Großeltern und ErzieherInnen machten sich auf Einladung des Familienforum Borgentreich auf den Weg hoch zum Desenberg. Den herausfordernden Aufstieg meisterten die Familien vom Baby- bis zum Rentenalter. Dort wartete eine ganz besondere Geschichte auf die kleinen Besucher – die Sage vom Drachen und dem Ritter Spiegel.

Der Sage nach lebte einst ein Drache auf dem Desenberg und versetzte Menschen und Tiere in Angst und Schrecken. Kaiser Karl der Große rief seine Ritter zu Hilfe. Schließlich gelang es Ritter Spiegel mit einer List und drei Spiegeln, den Drachen zu besiegen.

Doch statt die Geschichte nur vorzulesen, setzten die ErzieherInnen des Familienforum im Handpuppenspiel sie direkt auf dem Desenberg  mit Spiel und Spaß in Szene. In einem selbst gestalteten Outdoor-Puppentheater schlüpften sie in die Rollen von Ritter, Drache und weiteren Figuren. Für die Kinder wurde so aus einer alten Sage ein echtes Abenteuer vor beeindruckender Naturkulisse.

Besonders stolz war Madlin, Nachfahrin des Rittergeschlechts und selbst Kind im Familienzentrum. Ihren Freunden erzählt sie schon vorher von der alten Geschichte. Ihre Mutter bereicherte das Projekt nicht nur durch ihr Engagement im Förderverein des FamilienForums, sondern sie konnte auch noch Informationsmaterial aus erster Hand beisteuern.

Das Projekt wurde mit 2.000 Euro aus dem Heimat-Scheck des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Förderverein des Familienzentrums Borgentreich und die Stabsstelle Klimaschutz der Orgelstadt Borgentreich stellten gemeinsam den Antrag. Mit den Fördermitteln wurden unter anderem Puppen, Kinderbücher, Spielzeug und eine XXL-Bausteinburg zu den Themen Ritter, Drachen und Burgen angeschafft.

Damit wurde Heimatgeschichte für die Kinder nicht nur erzählt, sondern spielend, kreativ und direkt vor Ort erlebbar gemacht. Und vielleicht schaut nun das ein oder andere Kind beim nächsten Besuch des Desenbergs ganz genau hin – ob sich dort nicht doch noch irgendwo ein Drache versteckt.