Erste autarke Fahrradabstellanlage in Natzungen aufgestellt
Seit dem 21.05.2026 steht an der Sporthalle in Natzungen die erste von insgesamt sechs geplanten modernen Fahrradabstellanlagen der Orgelstadt Borgentreich. Mit der Inbetriebnahme wird ein weiterer Schritt zur Verbesserung der lokalen Radinfrastruktur und zur Förderung klimafreundlicher Mobilität umgesetzt.
Die neue Anlage bietet Platz für bis zu 10 Fahrräder beziehungsweise E-Bikes und E-Roller. Zusätzlich stehen fünf abschließbare Ladefächer zur Verfügung, in denen unter anderem E-Bike-Akkus, Handys oder andere mobile Geräte sicher geladen werden können.
Besonders hervorzuheben ist die vollständig autarke Energieversorgung der Anlage. Die Stromerzeugung erfolgt klimaneutral über eine integrierte Photovoltaikanlage mit eigenem Batteriespeicher. Dadurch ist keine externe Stromversorgung notwendig. Die gesamte Technik – darunter Beleuchtung mit Bewegungsmelder, Ladefunktion sowie die Schließfächer – wird vollständig über die eigene Energieversorgung betrieben.
Die Fahrradabstellanlage verfügt über einen 6-kW-Batteriespeicher und kann im Notfall zusätzlich als kleine lokale Notstromversorgung genutzt werden. Neben dem Laden von Mobiltelefonen ist beispielsweise auch der Betrieb von rund 20 Laptops möglich. Durch die mobile und autonome Bauweise kann die Anlage bei Bedarf zudem flexibel an einen anderen Standort umgesetzt werden.
Gefertigt wurde die Anlage aus feuerverzinktem Edelstahl, wodurch eine hohe Stabilität sowie eine langfristige und wartungsarme Nutzung gewährleistet werden.
Der Weg bis zur Umsetzung war jedoch nicht unkompliziert. Bereits am 28.05.2024 hatte die Orgelstadt Borgentreich einen Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Ursprünglich war eine Förderquote von 90 Prozent vorgesehen. Aufgrund von Problemen im Landeshaushalt wurden die Förderprogramme zunächst ausgesetzt. Erst nach erneuter Freigabe der Mittel konnten bereits eingereichte Projekte weitergeführt werden – allerdings nur noch mit einer reduzierten Förderquote von 80 Prozent.
Durch die zusätzliche Verrechnung einer Planungskostenpauschale erreicht die Orgelstadt Borgentreich jedoch insgesamt eine tatsächliche Gesamtförderung von rund 88 Prozent der Maßnahme.
Bürgermeister Nicolas Aisch begrüßt die Umsetzung der ersten Anlage:
„Mit dieser modernen Fahrradabstellanlage investieren wir nicht nur in den Klimaschutz und eine zeitgemäße Mobilität in der Radinfrastruktur, sondern schaffen gleichzeitig ein flexibles und krisensicheres System. Die autarke Energieversorgung mit Photovoltaik und Batteriespeicher zeigt, dass nachhaltige Technik heute auch einen praktischen Nutzen für den Alltag und im Notfall als kleine lokale Notstromversorgung bieten kann.“
Mit dem später erteilten Zuwendungsbescheid konnte die Maßnahme schließlich umgesetzt werden. Die Orgelstadt Borgentreich reagierte zügig, um die Fördermittel fristgerecht abzurufen und die Anlagen möglichst schnell für die Fahrradsaison bereitzustellen.
Die weiteren fünf Fahrradabstellanlagen sollen nun ebenfalls zeitnah geliefert und an den vorgesehenen Standorten im Stadtgebiet aufgestellt werden. Damit entsteht Schritt für Schritt ein modernes und nachhaltiges Angebot für Radfahrerinnen und Radfahrer in der gesamten Orgelstadt Borgentreich.
Auf dem Foto: Ortsvorsteher Benedikt Dierkes, Hendrik Rottländer, Stefan Kaiser (Geschäftsführer Metallschneider GmbH) , Bürgermeister Nicolas Aisch, Malte Grimm (Konstrukteur Metallschneider GmbH), Sebastian Wittmann (Geschäftsinhaber Metallschneider GmbH)
